Verordnung von Ernährungsberatung

Ernährungsberatung durch eine Ernährungsfachkraft mit staatlich anerkanntem Abschluss kann verordnet werden auf einem Privatrezept. Der Patient reicht das Rezept zusammen mit dem Kostenvoranschlag der Ernährungsfachkraft bei seiner Krankenkasse ein und erhält eine Zusage für eine teilweise Kostenübernahme. Am Ende der Beratung erhält der Patient eine Rechnung, die er begleicht und bei seiner Kasse einreicht. Es können maximal 5 Schulungseinheiten bezuschusst werden. Die Zuzahlung der Krankenkasse liegt zwischen 75 € (AOK) und 80% der Gesamtkosten (die meisten Ersatz- und Betriebskrankenkassen). Die Kosten für 5 Beratungen liegen etwa zwischen 275 und 350 €.

 

Bei der Verordnung ist der Hinweis auf § 43 SGB V sehr hilfreich. Dieser regelt die Verordnung im Rahmen rehabilitativer Maßnahmen im Unterschied zu präventiven Maßnahmen (§ 20 SGB V). Günstig ist auch der Hinweis auf vorliegende Folgeerkrankungen der Adipositas, zum Beispiel Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden, Schlafapnoe oder Diabetes.

 

Die Verordnungen nach § 43 und § 20 belasten natürlich weder das Arzneimittelbudget noch das Budget für Heil- und Hilfsmittel.

So könnte eine Verordnung von Ernährungsberatung aussehen.